Ziel der Luncheon Roundtable Gespräche ist eine offene Diskussion über völlig neue Formen der Medizin im digitalen Zeitalter. Experten aus verschiedenen Branchen kommen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Chancen und Risiken von Ansätzen zum Aufbau einer digital vernetzten Medizin werden offen und intensiv diskutiert und persönliche Erfahrungen u.a. über den Umgang mit Widerständen ausgetauscht. Die Erkenntnisse aus den Roundtable Gesprächen werden in regelmäßigen Abständen veröffentlicht und fließen in die weitere Arbeit der Stiftung ein.

Gesundheitsdienstleistung statt Designerjacke

31. Juli 2017

Welche medizinischen Innovationen werden das System verändern? Welche Bedeutung haben sie für Patienten und welche Art von Nachfrage ist damit in den kommenden Jahren verbunden? Wie kann ihre Finanzierung aussehen – wird alles nur teurer oder können manche Innovationen Gesundheitskosten senken? Und welche ethischen Fragen werfen sie auf?

Darüber diskutierten die Teilnehmer des dritten Luncheon Roundtables am 11. Juli in der Stiftung Münch.

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AAL ist mehr als der Hausnotruf

8. Juni 2017

"Smart Technologies für Silver Agers" - Welche Technologien werden im Ambient Assisted Living, AAL, genutzt? Wie steht es um Akzeptanz und Nachfrage? Welche Angebote sind notwenig und wie sieht die Finanzierung aus? Mit diesen Fragen befassten sich die Teilnehmer des Luncheon Roundtables am 23. Mai in der Stiftung Münch.

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Kassenwettbewerb auf dem Prüfstand

31. Januar 2017

Wie gestaltet sich der Wettbewerb der Krankenkassen? Funktioniert die Aufsicht? Und wird der Durchbruch innovativer Konzepte gefördert oder behindert? Darüber diskutierten die Teilnehmer des ersten Luncheon Roundtable-Gesprächs der Stiftung Münch im Januar.

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Übernehmen Roboter die Versorgung?

31. Oktober 2016

„Anna hat angerufen. Sie kommt etwas später, sie steht im Stau.“ „Wer ist Anna?“ „Anna ist Deine Tochter. Und Klaus, nimm bitte Deine grüne Tablette noch.“ Ein Dialog, wie ihn viele kennen, die Umgang mit dementen Menschen haben. Doch in dem Fall findet der Dialog nicht mit einer Pflegekraft statt, sondern zwischen dem Patienten und dem Roboter Nao. Nao hat nämlich gelernt, Klaus‘ Stimme zu erkennen. Er kann Informationen, die er von seiner Tochter über Handy bekommt, an Klaus weitergeben. Er kann Klaus daran erinnern, etwas zu essen und zu trinken – und daran, seine Medikamente zu nehmen. Das kann er sogar überprüfen – anhand des Inhalts der Pillenschachtel, aber auch durch einen kontrollierenden Blick in den Mund. Ist die Zeit bis zum Besuch der Tochter noch lang, fordert Nao Klaus zum Tanzen auf und legt gleich selbst los.

Fiktion? Nein. Das Ergebnis eines Arbeitsauftrags, den junge Wissenschaftler im Rahmen eines Hackathons ausgeführt haben.Werden Roboter künftig die Versorgung übernehmen? Welche Möglichkeiten bestehen bereits jetzt? Welche werden Eingang in die Gesundheitsversorgung finden? Und werden sie auf Akzeptanz treffen? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmer des Luncheon Roundtable-Gesprächs der Stiftung Münch im Oktober. 

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Digitale Produkte: „Die Nachfrage ist da – schaffen Sie Fakten!“

06. Oktober 2016

Digitalisierung im Gesundheitsbereich ist zum Hype geworden. Kaum noch ein Kongress kommt mehr ohne Vorträge zu Telemedizin oder Gesundheitsapps aus. Laufend werden neue digitale Projekte vorgestellt, Start-ups sprießen aus dem Boden, Studien erstellt. Und als erstes Land in Europa gibt es in Deutschland bereits zwei Apps, die Krankenkassen auf Rezept verschreiben. Doch die Diskussion ist überwiegend getrieben von Ängsten, die sich vorrangig aus Fernbehandlungsverbot und Datenschutz speisen und die als „Schutzzäune um die angestammten Zonen der Gesundheitsdienstleistungen“ stehen.  So werden zum einen die Chancen, die sich aus Sicht der betroffenen Patienten ergeben würden, nicht ergriffen. Und zum anderen verliert Deutschland weiter Anschluss an fortschrittlichere Länder.

Welche digitalen Produkte gibt es oder wird es geben? Sind sie system- oder nur detailverbessernd? Mit welchen Widerständen ist zu rechnen? Und was sind die Präferenzen der Menschen und der Patienten? Darüber diskutierten die Teilnehmer des dritten Luncheon Roundtable-Gesprächs der Stiftung Münch in diesem Jahr:   

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Ambulante ländliche Versorgung: „Das System hat nur noch Schnappatmung“

28. Juni 2016


Die Bevölkerung in vielen ländlichen Regionen schrumpft. Junge Menschen wandern ab, es bleiben die Älteren. Das Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung spricht von einer Negativspirale: „Die Bevölkerung nimmt ab, weil immer mehr Menschen fortziehen – vor allem, weil Arbeitsplätze fehlen. Weniger Einwohner und ein mangelhaftes Arbeitsplatzangebot bedeuten eine sinkende Kaufkraft und zurückgehende Steuereinnahmen. Wenn dann immer weniger Geld investiert werden kann, verstärkt das den negativen Trend.“

Für die medizinische Versorgung bedeutet das: die auf dem Land verbliebenen Menschen sind überwiegend in einem Alter, in dem sie häufiger medizinische Hilfe benötigen. Doch viele Haus- und Facharztpraxen verwaisen, die Praxisinhaber finden keine Nachfolger mehr. Dies führt dazu, dass immer mehr Patienten direkt in Kliniken gehen, die damit faktisch immer öfter die ambulante Versorgung mit übernehmen – mit der Folge, dass vor allem die Notaufnahmen permanent überlastet werden. Aber auch die Kliniken haben Probleme, qualifiziertes Personal zu gewinnen – und kämpfen oft darum, so zu wirtschaften, dass sie ihren Betrieb noch aufrechterhalten können.

Neue Versorgungskonzepte sind also dringend erforderlich, um eine bestmögliche  Gesundheitsversorgung der schrumpfenden ländlichen Regionen weiterhin zu gewährleisten und damit gegebenenfalls sogar die Abwärtsspirale zu durchbrechen. Dabei spielen eine stärkere Zentralisierung der Kapazitäten, die Überwindung der Sektorengrenzen und die Nutzung neuer Technologien eine wichtige Rolle. Wie diese Konzepte aussehen könnten und wo die Probleme bei ihrer Umsetzung liegen, darüber diskutierten die Teilnehmer des dritten Luncheon Roundtable-Gesprächs 2016 der Stiftung Münch.

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Ambulantisierung als Chance zur Überwindung der Sektorengrenzen?

27. April 2016

„Die Ambulantisierung der Medizin wird kommen.“ Doch wie groß ist das Potential der Ambulantisierung? Macht es Sinn, das Potential sektorenübergreifend zu realisieren? Wie kann die Qualität der ambulanten Versorgung gemessen und gewährleistet werden? Wie erfolgt die Steuerung der Patienten zwischen und innerhalb der Sektoren? Und wie kann die Vergütung ausgestaltet werden? Darüber diskutierten die Teilnehmer des zweiten Luncheon Roundtable-Gesprächs 2016.


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Partikularinteressen oder gesamtgesellschaftliche Perspektive? Wird der GBA seinen Aufgaben gerecht?

11. Februar 2016

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung u.a. der Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser – seine Beschlüsse wirken sich unmittelbar auf die mehr als 70 Millionen gesetzlichen Versicherten hierzulande aus. Aus dieser Machtposition heraus leiten sich viele Fragen ab: Ist er hinreichend legitimiert? Kann er in seiner derzeitigen Form noch all seinen Aufgaben gerecht werden? Schafft er einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Patienten auf der einen und denen der Beitragszahler auf der anderen Seite? Oder sind Veränderungen erforderlich – und wenn ja, wie könnte der G-BA weiterentwickelt werden? Darüber diskutierten die Teilnehmer des ersten Luncheon Roundtables des Jahres 2016.


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Allgemeinmedizin im Wandel: Grand Canyons und verkrustete Professionen

02. November 2015

Eine komplizierte Tumorerkrankung zum Maximalversorger, eine Leistenhernie im Grundversorgungskrankenhaus – die gezielte Zuordnung von Patienten zu den richtigen Leistungsbereichen ist ein zentrales Element für das Gelingen der Netzwerkmedizin. Voraussetzung dafür ist eine vorgeschaltete Ambulanz, in der Generalisten die richtige Diagnostik einleiten und den Patienten durch das System führen. Diese Generalisten spielen eine gewichtige Rolle – und benötigen eine besondere Ausbildung, die sie für diese Aufgabe befähigt. Doch diese findet an den Universitäten derzeit nicht statt. Denn die ambulante Medizin führt ein Schattendasein und leidet unter der fehlenden Akzeptanz an den Universitätskliniken.

Welche Aufgaben haben ambulant tätige Ärzte in der Zukunft? Welche Fähigkeiten sind dafür erforderlich und wie können diese in der Ausbildung vermittelt werden? Wie können dabei die modernen Technologien in der Medizin von morgen Eingang finden? Darüber diskutierten die Teilnehmer des 7. Luncheon Roundtable-Gesprächs der Stiftung Münch.

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Fragmentierung, Vollversorgungsmentalität und fehlender Zugang zu Daten – Hindernisse für Start-ups in Deutschland

09. Oktober 2015

Das Taxi bestellen wir inzwischen per App, unsere Fotos speichern wir längst digital und geben die Alben per Mausklick Familie und Freunden frei – die Digitalisierung ist mitten in unserem Alltag angekommen. Für den medizinischen Bereich scheint dies jedoch nicht zu gelten. Die Patientenakten in den Praxen bestehen oftmals aus losen Blättern und handschriftlichen Vermerken, beim Arztbesuch wird jedes mal die Krankengeschichte abgefragt und danach ein Papier-Rezept mitgenommen. An innovativen und kreativen Ideen, wie durch digitale Angebote Behandlungen verbessert und Abläufe im Sinne der Patienten effektiver werden können, mangelt es nicht. Doch hat es bisher kaum eine Idee geschafft, sich langfristig, flächendeckend und profitabel in Deutschland zu etablieren – und selbst die staatlich verordnete elektronische Gesundheitskarte ist zu einer Lachnummer verkommen.

Woran liegt es, dass die vorhandenen Geschäftsideen der heutigen Gründergeneration im Gesundheitsweisen nicht umgesetzt werden können? Wieso sind uns andere Länder voraus – angefangen von unseren Nachbarn in der Schweiz bis hin zu den USA? Darüber diskutierten die Teilnehmer des sechsten Luncheon Roundtable der Stiftung Münch.

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