Eugen Münch-Preis für innovative Gesundheitsversorgung

In den beiden Kategorien Versorgungsforschung und Praktische Anwendungen

Die Stiftung Münch verleiht jährlich den Eugen Münch-Preis für innovative Ideen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den beiden Kategorien „Versorgungsforschung“ und „praktische Anwendungen“ – mutige Ideen, die das Potenzial haben, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und das System effizienter zu gestalten. Im Fokus stehen dabei besonders der kreative Einsatz neuer Technologien und die Nutzung der Potenziale, die sich durch Digitalisierung und Robotik ergeben. Gefragt sind auch neue Versorgungs- und Behandlungsmodelle, Vergütungssysteme oder eine Anpassung der Berufsbilder an die Gesundheitsversorgung der Zukunft.

 

Kategorie Versorgungsforschung

Dotiert mit 20.000 Euro

In dieser Kategorie werden wissenschaftliche Forschungsarbeiten im Bereich der Gesundheitsversorgung ausgezeichnet, die sich damit beschäftigen, den Zugang zur Versorgung zu sichern und/oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Leistungserbringung zu verbessern. Der Preis in dieser Kategorie ist mit 20.000 Euro dotiert. MEHR....

 

Kategorie Praktische Anwendungen

Dotiert mit 20.000 Euro

In dieser Kategorie werden innovative praktische Anwendungen neuer Technologien und Prozesse ausgezeichnet, die sich damit beschäftigen, den Zugang zur Versorgung zu sichern und/oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Leistungserbringung zu verbessern. Die Anwendungen können sich in der Planungs- oder Umsetzungsphase befinden – oder bereits am Markt etabliert sein. Ein besonderer Fokus liegt auf den Bereichen Digitalisierung, eHealth und Robotik. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Gewinner haben außerdem die Chance, über das Netzwerk der Stiftung Münch wertvolle Kontakte zu knüpfen, die für die Umsetzung ihrer Idee eine hilfreiche Unterstützung sein können. MEHR...

 

Die Jury

  • Sebastian Balzter, Redakteur FAZ
  • Prof. Stefan Felder, Professor für Health Economics, wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Universität Basel, Vorsitzender Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö)
  • Prof. Dr. Jochen Gensichen, Leiter Institut für Allgemeinmedizin, Klinikum der LMU München
  • Prof. Achim Jockwig, Geschäftsführender Direktor der Carl Remigius Medical School
  • Dr. Tobias Johann, Managing Partner Rheingau Founders
  • Dr. Peter Langkafel, CEO Healthcubator
  • Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands Barmer GEK
  • Uwe Schwenk, Director Bertelsmann Stiftung

 

Mehr als Geld: Netzwerke knüpfen

Neben dem Preisgeld bietet der Eugen Münch-Preis noch einen weiteren wertvollen Gewinn: die Möglichkeit, wichtige Netzwerke zu knüpfen.

Zum Beispiel auf der Preisverleihung im kleinen Rahmen mit prominenter Besetzung – ideal, um in entspannter Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Auch mit den Mitgliedern der Jury. So bieten sich den Gewinnern des Eugen Münch-Preises gute Chancen. Auf der Preisverleihung 2015 wurde Mani Rafii – damals als Gast anwesend – auf Professorin Leonie Sundmacher aufmerksam, die für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet wurde. Und engagierte sie für mehrere Projekte. Sundmacher, die den Bereich Public Services Management an der LMU München leitet, wurde 2016 in den Expertenbeirat des Innovationsfonds berufen.
 
2016 reichte das Gründerteam der Kopfschmerz- und Migräneapp M-Sense ihre Arbeit ein. Die Jury – der mittlerweile auch Rafii angehörte – war überzeugt und kürte sie zum Gewinner. Markus Dahlem und seine Mitstreiter gewannen jedoch nicht nur den Eugen Münch-Preis: seit Februar bietet die Barmer in einem Pilotprojekt Versicherten die Nutzung der App an.
 
Für die Weiterentwicklung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen brauchen wir gute Ideen und wegweisende Innovationen. Viele von diesen kommen von jungen Unternehmen und Startups. Die Stiftung Münch fördert neue Ideen und Konzepte. Wir haben über dieses Programm zahlreiche Firmen mit interessanten Innovationen kennengelernt, zu denen wir den Austausch suchen. Mit dem diesjährigen Preisträger, dem Startup M-sense, haben wir eine Kooperation mit dem Ziel gestartet, die Versorgungsqualität bei Kopfschmerz und Migräne zu verbessern. Wir sind sehr gespannt auf kommende Ideen und Innovationsansätze.“
Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der BARMER 
 

Die Einreichungsfrist für die Bewerbung um den Eugen Münch-Preis 2017 endete am 15. Juli. Die Gewinner werden am 28. November 2017 bekannt gegeben.