23. März, 12:00 Uhr, live online: Künstliche Intelligenz und Patient-Empowerment für ein modernes Gesundheitssystem in Deutschland

28. Februar 2018

„Künstliche Intelligenz und Patient-Empowerment für ein modernes Gesundheitssystem in Deutschland“ – so lautet der Titel des ersten Brain Snacks der Stiftung Münch, der am 23. März 2018 um 12:00 Uhr live online übertragen wird (www.stiftung-muench.org/brain-snack). Gast der 30-minütigen Sendung ist Martin Hirsch, Biologe, Gehirnforscher und Mitgründer der App „Ada Health“. Die Moderation übernimmt Martin U. Müller, Redakteur DER SPIEGEL. Zuschauer können sich über Twitter unter #BrainSnack #StiftungMuench beteiligen.

Was kann künstliche Intelligenz (KI), wo sind ihre Grenzen? Kann eine Diagnose per App tatsächlich passgenaue Ergebnisse liefern – und welche Konsequenzen hätte das für das Gesundheitssystem? Werden Patienten durch Anwendungen der KI gestärkt oder zunehmend verunsichert? Und wie erklärt es sich, dass sich ein digitales Produkt in vielen Ländern mit vergleichbaren gesellschaftlichen Voraussetzungen hoher Nachfrage erfreut, während es in Deutschland kaum vorangeht?  Über diese Themen spricht Martin U. Müller beim ersten „Brain Snack“ mit Martin Hirsch, der sich als Neurowissenschaftler vor allem mit kognitiven Wissenschaften, künstlicher Intelligenz und dem Einsatz von Technologien zur Unterstützung des menschlichen Denkens und Entscheidens befasst und Mitgründer der Diagnoseunterstützungs-App Ada ist.

Mit dem neuen Format des Brain Snacks bietet die Stiftung Münch zur Mittagszeit kompakt neue Einsichten und interessante Gespräche mit Experten. Der Brain Snack dauert 30 Minuten und wird live online übertragen; Zuschauer können sich über Twitter unter #BrainSnack #StiftungMuench einbringen. „Kongressbesuche sind zeitaufwendig, es bleibt zudem ein Risiko, dass Vorträge und Netzwerkbildung nicht in einem vernünftigen Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand stehen. Deshalb geht die Stiftung neue Wege: Mit dem „Brain Snack“ bieten wir zur Mittagszeit spannende Info-Happen. Und für gezielten Aufbau und Pflege von Netzwerken gibt es die anderen Formate der Stiftung, etwa die Luncheon Roundtable-Gespräche, die Think Camps und vorneweg die Verleihung des Eugen Münch-Preises“, so Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch.

Martin Hirsch studierte Theoretische Medizin an der Philipps Universität in Marburg und promovierte in Neurowissenschaft. Neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler gründete er mehrere Unternehmen im Bereich der KI, zuletzt die Ada Health GmbH in Berlin, wo er für die Bereiche Argumentationstechnologien und Forschung zuständig ist. Seine Arbeit im Bereich der diagnostischen Entscheidungsunterstützung in der Medizin wurde von deutschen Privatiers und der EU finanziert und hat mehrere internationale Innovationspreise gewonnen, darunter den „Global Visionary Innovation of the Year Award for the Artificial Intelligence Systems Industry“ des Forschungsunternehmens Frost & Sullivan im Jahr 2017. Derzeit ist Ada die weltweit führende Technologie zur medizinischen Diagnoseunterstützung. Ende 2017 erhielt die Ada Health GmbH Wagniskapital in Höhe von 35 Mio EUR für Wachstum und Globalisierung.

Gemeinsam mit Professor Anette Wagner von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Professor Jürgen Schäfer (Universitätsklinikum Marburg) forscht er daran, die KI auch zur Diagnose von seltenen Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern einzusetzen. Er ist außerdem Wissenschaftler bei der Parmenides-Stiftung für das Studium des Denkens in München und leitet die Learning-to-Think-Initiative, die neue kognitionswissenschaftliche Bildungskonzepte für Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen entwickelt. Hirsch stammt aus einer Familie von Wissenschaftlern und ist Enkel des Physik-Nobelpreisträgers Werner Heisenberg.

Martin U. Müller studierte Medizin sowie Neuropsychologie und Geschichte der Medizin. Danach besuchte er die Henri-Nannen-Schule. Seit 2009 arbeitet er beim Hamburger Nachrichten-Magazin Der Spiegel.

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Die Stiftung Münch wurde 2014 von Eugen Münch ins Leben gerufen. Das Stiftungsziel ist es, trotz einer alternden Gesellschaft weiterhin allen Menschen den Zugang zu nicht rationierter Medizin zu ermöglichen. Als Grundlage dient das von Eugen Münch entwickelte Konzept der Netzwerkmedizin. Die Stiftung unterstützt Wissenschaft, Forschung und praxisnahe Arbeiten in der Gesundheitswirtschaft und fördert den nationalen und internationalen Austausch. Sie arbeitet unabhängig und stellt ihr Wissen öffentlich zur Verfügung. Den Vorstand bilden Stephan Holzinger (Vorsitz), Eugen Münch (stellv. Vorsitz) und Prof. Dr. med. Bernd Griewing; die Geschäftsführung liegt bei Prof. Dr. Boris Augurzky (wissenschaftlicher Geschäftsführer) und Dr. Johannes Gruber (Geschäftsführer, Syndikus).