Die Stiftung Münch versteht sich vor allem als operativ tätige Stiftung, die ihre Ziele mit Hilfe von eigenen Projekten oder Projektaufträgen verfolgt. 

Projekte 2019

Studie: „Capitation-Modelle“ im Ausland – Vorbild für Gesundheitsversorgung in Deutschland?

Das deutsche Gesundheitssystem ist geprägt durch die strikte Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor, insbesondere weil auch das Vergütungssystem dieser starren Teilung folgt. Doch zunehmend erfordern die Ambulantisierung der Medizin, der Fachkräftemangel und der technologische Wandel ein Zusammenrücken der Sektoren, vor allem in ländlichen Regionen. Dies ist nicht nur für Patienten sinnvoll, sondern auch ökonomisch vorteilhaft. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung und einer damit einhergehenden drohenden Rationierung von Leistungen ist die Steigerung der ökonomischen Effizienz auch ethisch geboten.

Ein möglicher Ansatz für sektorenübergreifende Vergütung könnten so genannte Capitation-Modelle sein: Ein oder mehrere Leistungserbringer erhalten ein populationsbezogenes Budget von den Kostenträgern, das ihnen für die eigenverantwortliche, vollständige medizinische Versorgung der Bevölkerung in einem abgegrenzten Gebiet zur Verfügung steht. Um dabei eine hohe Versorgungsqualität für die Bevölkerung zu gewährleisten, braucht es aber Wettbewerbselemente sowie Qualitätsziele, die die Kostenträger kontrollieren. International existieren eine Reihe solcher populationsbezogener Capitation-Modelle, die vielversprechende Ansätze zur Effizienzsteigerung zeigen.

Die Stiftung Münch hat eine Studie beauftragt, in der Capitation-Modelle in Spanien, der Schweiz, den USA und Peru untersucht und vorgestellt werden. Neben einer systematischen Beschreibung werden die besonderen Voraussetzungen in diesen Ländern herausgearbeitet, die die Etablierung von Capitation-Modellen begünstigen. Schließlich wird eruiert, wie und ggf. in welchen Arten von Regionen ähnliche Modelle für Deutschland umgesetzt werden könnten.

Die Studie wird im Herbst dieses Jahres erscheinen.

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Reformkommission "Neue Berufe"

Digitalisierung, Robotik, KI: werden solche neuen Technologien sinnvoll in die Gesundheitsversorgung integriert, können sie zu einer Verbesserung der Patientenversorgung beitragen und die Menschen in Gesundheitsberufen unterstützen und entlasten. Wie muss die Ausbildung der bestehenden Berufe angepasst werden, damit dies gelingt? Gibt es neue Berufe, die nötig sind und wie können diese aussehen? Die Stiftung Münch hat eine Reformkommission einberufen, die sich mit diesen Fragen beschäftigt.

Der Reformkommission gehören an:

  • Dr. Franz Bartmann, bis 2018 im Vorstand der Bundesärztekammer zuständig für die Bereiche eHealth und Ärztliche Bildung,  ehem. Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein
  • Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence der TU München und  Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz
  • Dr. Bernadette Klapper, Bereichsleiterin Gesundheit der Robert Bosch Stiftung
  • Priv.-Doz. Dr. Sebastian Kuhn, MME, Oberarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Ausbildungsforscher und Hochschuldidaktiker an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Uwe Schwenk, Director Bertelsmann Stiftung
  • Moderation: Claus-Peter Müller von der Grün, Journalist

Die Ergebnisse der Arbeit werden Ende des Jahres veröffentlicht.

 


Projekte 2018

Studie: "Vom Ausland lernen: Pflege in anderen Ländern?" (PinaL)

Mehr Investitionen in Aus- und Weiterbildung, erweiterte Verantwortungsbereiche jenseits von Delegation sowie Stärkung der Selbstorganisation sind Schlüsselfaktoren für Attraktivität des Pflegeberufs und Sicherung der Versorgungsqualität. Das sind die Schlussfolgerungen der PinaL-Studie, die im Februar veröffentlicht wurde.

Die Studie wurde im Februar 2019 als Buch veröffentlicht.

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Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in ländlich geprägten Regionen: neue Modelle und Maßnahmen

In einer aktuellen Studie im Auftrag der Stiftung Münch hat ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Carolin Auschra untersucht, welche neuen Lösungen zur Gestaltung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen aktuell erprobt und genutzt werden. Dabei zeigt sich, dass der Großteil der neuen Lösungsansätze innerhalb der Grenzen eines bestehenden Sektors agiert, sektorenübergreifende Modelle jedoch die Ausnahme bilden.

Die Studie finden Sie HIER

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Projekte 2017

Robotik: Erfahrungen und Potentiale für die Gesundheitswirtschaft

Die Studie wurde im Januar 2017 beauftragt. Das Ergebnis wurde im Dezember 2017 als Buch veröffentlicht.

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Reformkommission G-BA

Nach dem Studie "Bestandsaufnahme G-BA" vom September 2016 hat die Stiftung Münch eine Reformkommission einberufen, um Vorschläge zu erarbeiten, wie die Arbeit des G-BA stärker am Gemeinwohl orientiert und innovationsoffen gestaltet werden kann.

Die daraus resultierenden 16 Reformvorschläge und Hintergründe zur Reformkommission finden Sie HIER


Projekte 2016

Oktober 2016
Die elektronische Patientenakte: Fundament einer effektiven und effizienten Gesundheitsversorgung

Die Studie ist als Buch veröffentlicht. Mehr hier

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September 2016
Bestandsaufnahme zum Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Den Projektbericht finden Sie hier


Projekte 2015

September 2015
Repräsentative Bevölkerungsbefragung zu Datenschutzaspekten im Gesundheitssektor

Den Projektbericht finden Sie hier

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Juli 2015
Impulse für das deutsche Gesundheitswesen aus den USA?
mit der Universität Bayreuth, Juniorprofessur Gesundheitsmanagement (Prof. Dr. Andreas Schmid, Sebastian Himmler)

Den Projektbericht finden Sie hier