Gerade angesichts der demografischen Entwicklung und einer damit einhergehenden drohenden Rationierung von Leistungen ist die Steigerung der ökonomischen Effizienz auch ethisch geboten.

Ein möglicher Ansatz für sektorenübergreifende Vergütung könnten so genannte Capitation-Modelle sein: Ein oder mehrere Leistungserbringer erhalten ein populationsbezogenes Budget von den Kostenträgern, das ihnen für die eigenverantwortliche, vollständige medizinische Versorgung der Bevölkerung in einem abgegrenzten Gebiet zur Verfügung steht. Um dabei eine hohe Versorgungsqualität für die Bevölkerung zu gewährleisten, braucht es aber Wettbewerbselemente sowie Qualitätsziele, die die Kostenträger kontrollieren. International existieren eine Reihe solcher populationsbezogener Capitation-Modelle, die vielversprechende Ansätze zur Effizienzsteigerung zeigen.

Die Stiftung Münch hat eine Studie beauftragt, in der Capitation-Modelle in Spanien, der Schweiz, den USA und Peru untersucht und vorgestellt werden. Neben einer systematischen Beschreibung werden die besonderen Voraussetzungen in diesen Ländern herausgearbeitet, die die Etablierung von Capitation-Modellen begünstigen. Schließlich wird eruiert, wie und ggf. in welchen Arten von Regionen ähnliche Modelle für Deutschland umgesetzt werden könnten.

Die Studie wird im Herbst dieses Jahres erscheinen.